Weniger reden – mehr machen. Eine intensive Sprint-Woche geht zu Ende.

26. Februar 2017 - 4 Kommentare

Die große Herausforderung bei strategischer Zukunftsarbeit ist weniger das Denken und Diskutieren, sondern vielmehr das TUN und Anpacken. Häufig veranstalten Unternehmen umfangreiche Workshop-Serien, um am Ende mit strategischen Konzepten, Plänen und Zielen in den Alltag zurück zu kehren. Doch was passiert dann?

Häufig fehlt in der Praxis die Zeit und der Fokus für die Umsetzung, und die Energie der strategischen Inspiration geht rasch verloren.

Wir haben unseren Beratungsansatz im Themenfeld "Leadership & Strategy" anders aufgestellt. Radikal. Anders. Wir stellen folgende Unterschiede her, die einen Unterschied machen: 

  • Wir arbeiten an den Polaritäten. Anstatt "verkopfter" strategischer Pläne gehen wir an die Wurzel des Unternehmens und leiten daraus den inspirierenden Kern und die strategische Vision ab - seit Simon Sinek auch bekannt als "WHY?" oder "purpose".
  • Danach gehen wir gemeinsam mit Führungskräften und Mitarbeiter/innen in die #CoCreation - die notwendigen Lösungen werden ausgearbeitet.
  • Wir reduzieren dabei bewusst die zur Verfügung stehende Zeit. Ideal sind 2-3 Tage am Stück, in denen die Themen soweit wie möglich erarbeitet oder sogar finalisiert werden.

 

Was bedeutet das konkret? Ich möchte das Format anhand zweier Sprints erläutern, die wir diese Woche umgesetzt haben.

 

#1: Creativ Sprint Kultur

Mit einem öffentlichen Kunden haben wir einen umfangreichen Prozess im Bereich Kultur geplant und co-kreativ umgesetzt. Einige Fakten zum Format:

  • Dauer: 1,5 Tage
  • beteiligte Personen: 25
  • Kreative (extern): Strategie, Design, Branding, Web, PR
  • Budget: weniger als die Hälfte, was herkömmliche Verfahren kosten

Was ist dabei entstanden?

  • neues Naming, Branding, Erscheinungsbild (Fertigstellungsgrad 95%)
  • gemeinsame Klarheit im normativ-strategischen Kern (= Why? Purpose)
  • Kommunikationsstrategie und Jahresplanung
  • neue Domain und Webseite (Fertigstellungsgrad 95%)
  • Klarheit, welche Inhalte von wem wann geliefert werden
  • Einrichtung der Social Media Kanäle
  • Video-Clip der co-kreativen Umsetzung, welcher zum Abschluss gezeigt wurde

Ich gebe zu: Dieser Kreativsprint war bislang der anspruchsvollste. Umso genialer ist das Ergebnis geworden. Es wird nun vom Auftraggeber noch final verabschiedet, die letzten Details und Inhalte werden eingepflegt, und dann wird das Resultat veröffentlicht. Ich werde berichten.

 

#2: TOWA Strategy Sprint

TOWA digital ist eine befreundete und dynamisch wachsende Digitalagentur aus Bregenz. Die Gründer Flo Wassel und Marko Tovlio haben in kurzer Zeit ein tolles, engagiertes Team aufgebaut. In der jährlichen Strategieklausur sollten gemeinsam mit allen Mitarbeiter/innen die Grundlagen für weiteres Wachstum gelegt werden. Die Fakten:

  • Dauer: 2 Tage
  • beteiligte Personen: 30
  • Kreative intern: Branding, Design, Design Thinking
  • Inputs extern: Art of Hosting, Methodik, Prozessmanagement, Projektmanagement, Atlassian Customizing, Salesforce (Artur von EMPAUA aus Berlin)
  • Budget: weniger als die Hälfte, was herkömmliche Verfahren kosten

Was ist dabei entstanden?

  • Purpose Statement (Why, What, How)
  • gemeinsame Klarheit im normativ-strategischen Kern (Herkunft, Zukunft)
  • inhaltliches und gestalterisches Konzept, wie die bereits eingesetzten Atlassian Collaboration Tools (Confluence, Jira) angepasst werden (Fertigstellungsgrad 80%)
  • Klarheit, welche Schritte in den nächsten 2 Wochen noch folgen, um mit der neuen Collaboration Lösung zu starten
  • durchgängiges TOWA Management System inkl. TOWA Process Map (Fertigstellungsgrad 90%)
  • klarer Plan, wie das Management System in Q1 und Q2 mit Inhalten, Wissen und Vorgaben befüllt wird
  • Salesforce Vertriebssystem initial konfiguriert und aufgesetzt
  • fünf formulierte und gemeinsam getragene "TOWA Tugenden", die direkt aus den beschriebenen Geschichten und Erfahrungen der Mitarbeiter/innen abgeleitet wurden

Fazit: Die vergangene Woche war in mehrerlei Hinsicht außergewöhnlich. Noch nie haben wir so intensive, co-kreative Formate in so kurzer Zeit realisieren dürfen. In beiden Fällen haben die Ergebnisse bei den Beteiligten Begeisterung und Erstaunen ausgelöst. "Ich hätte nie gedacht, dass so etwas in so kurzer Zeit möglich ist...". So oder so ähnlich lauteten diverse Statements im abschließenden Check-Out.

Wir sind davon überzeugt: In dieser Form der konzentrierten Strategie- und Veränderungsarbeit liegt die Zukunft. Weniger reden - mehr machen. Weniger denken - mehr ausprobieren. Weniger vorgeben - mehr vertrauen.

Stefan Hagen

 

 

Kommentare

Franz Votapek
27. Februar 2017 um 10:04

Sehr cool, gratuliere Stefan!

Daniel Böni
27. Februar 2017 um 12:42

Hallo Stefan!

Dass das Prinzip der Polaritäten und das mutige Handeln danach hoch praxistauglich ist (und zwar noch in viel mehr anderen Bereichen als in eurer Spezialisierung) weiß wer sich einmal mutig auf den Weg gemacht und es einfach probiert hat. Also auch Hut ab vor Unternehmen die sich diesem Prozess stellen…. oder doch besser die zulassen, dass dieser Prozess sie aufnimmt, trägt und in die relevante Richtung bringt.

Lg und weiter so

Daniel

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