PM Camp – 6 Jahre später…

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pm_camp_swVor einigen Jahren hatten wir die Idee, ein Barcamp im Bereich Projekte und Projektmanagement zu initiieren. Gemeinsam mit PM Kolleg/innen aus München und Stuttgart organisierten wir 2011 das erste PM Camp in Dornbirn. Mit Erfolg.

Mittlerweile ist die PM Camp Bewegung auf 11 Veranstaltungen in ganz Europa angewachsen. In diesem Jahr haben sich knapp 700 Teilnehmer/innen zu Fragen und Problemen des Projektmanagements ausgetauscht. 

Was haben wir gelernt?

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Das erste Barcamp wurde 2005 in Palo Alto (Kalifornien) abgehalten. Seither hat das Barcamp-Format weltweit große Popularität erlangt. Nicht als Konkurrenz sondern vielmehr als Ergänzung zu klassischen Konferenzen und Symposien.

Eines ist klar: Barcamps kann man nur schwer beschreiben – man muss sie erleben.

Vorteile von Barcamps sind:

  • #Lebendigkeit: Durch den hohen Anteil an Selbstorganisation entwickeln sich in Barcamps sehr vielfältige und lebendige Diskussionen. Die Teilnehmer/innen werden zu TeilGEBER/innen, indem sie Erfahrungen und Perspektiven teilen.
  • #Augenhöhe: Auf Barcamps treffen sich in der Regel Menschen, die offen und respektvoll miteinander in Dialog treten. Titel, Ausbildungen oder beruflicher Status treten vollkommen in den Hintergrund – es zählt das gemeinsame Interesse am Thema des Barcamps.
  • #Vielfalt: Beim Barcamps treffen sich Menschen unterschiedlicher Altersstufen (bei uns von 18 – 70), aus verschiedenen Bereichen und Industrien. Dadurch entstehen sehr bunte und interdisziplinäre Gespräche. Ein echter Mehrwert.
  • #Inspiration: Für mich persönlich der wichtigste Punkt: Nach jedem einzelnen Barcamp fühlte ich mich „vollgepumpt“ mit neuen und inspirierenden Ideen, Gedanken und Eindrücken. Klassische Konferenzen können dies nicht annäherungsweise leisten.

Aber wir haben auch die kritischen Seiten des Formats kennen gelernt:

  • #Ergebnisse: Eine vertiefte Auseinandersetzung mit spezifischen Themen oder Fragestellungen ist kaum möglich. Barcamp Sessions dauerten bei uns (nur) 45 Minuten. Das ermöglicht einen breiten und vielperspektivischen Blick, aber nur sehr bedingt eine vertiefte oder gar theoretisch fundierte Auseinandersetzung. Und in gewissen Aspekten ist gute Theorie unablässig, um zum vermeintlichen Kern des Problems vorzudringen.
  • #Ansprüche: Durch die Vielfalt der Teilnehmer/innen können auch Erwartungshaltungen und Ansprüche recht breit auseinander gehen. Es erscheint an manchen Punkten fast unmöglich, alle Anforderungen unter einen Hut zu bringen.

Insgesamt überwiegen die Vorteile aber bei weitem. Mehr noch: Durch die langjährige Organisation von Barcamps konnten wir unzählige Erfahrungen im Bereich der Eventorganisation und -vermarktung sammeln, die uns richtig weiter gebracht haben.

Gleichzeitig stellen wir uns die Frage: „What’s next?“ Wie können wir den Wirkungsgrad von Veranstaltungs- und Lernformaten noch weiter steigern?

Wir bleiben dran!

Stefan Hagen

 

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