Jahresrückblick 2017 (3): Digitale Zukunft gestalten.

2017 war in unserer Wahrnehmung ein markanter Wendepunkt im Kontext Digitalisierung und Digitale Transformation. Warum? Lange Jahre hatte man den Eindruck, dass viele Führungskräfte das Thema sehr zurückhaltend angehen oder sogar belächeln. Dies ist nun nicht mehr so. Plötzlich hat man den Eindruck, dass speziell in den Führungsetagen angeregt über Industrie 4.0, eCommerce, Blockchain, Big Data, Machine Learning oder Artificial Intelligence diskutiert wird. Das ist gut und schlecht zugleich.

Gut deshalb, weil wir uns mit den Möglichkeiten und Gefahren der Digitalisierung aktiv auseinander setzen müssen. Es braucht Neugierde, Fokus und Geschwindigkeit in der Umsetzung, um neue technologische Möglichkeiten erfolgreich in das Geschäftsmodell zu integrieren oder sich gar neu zu erfinden.

Schlecht deshalb, weil klare Überhitzungstendenzen zu Tage treten. Aspekte der Digitalisierung werden häufig oberflächlich oder einseitig diskutiert. Leider sind Beratungs- und IT-Unternehmen daran mitschuldig, denn sie versuchen, Kapital aus dem Digitalisierungs-Hype zu schlagen.

Digitale DNA

Ich denke behaupten zu können, dass wir uns bei Hagen Management von Beginn an intensiv mit den neuen Möglichkeiten des Internets und der Digitalisierung auseinander gesetzt haben. Digitalisierung ist ein Teil unserer Unternehmens-DNA.

Wir haben in den letzten 16 Jahren

  • fast 1.500 (!) Blogbeiträge verfasst (auf dem PM-Blog, dem HGN Blog oder diversen weiteren Plattformen wie Medium oder LinkedIn) ,
  • uns regelmäßig mit Digital-Expert/innen ausgetausch und diese persönlich getroffen,
  • dutzende Impulsvorträge gehalten,
  • unzählige Social Media Postings und Beiträge gelesen,
  • fast täglich Podcasts gehört oder Youtube Videos angeschaut,
  • geschätzte 50 Fachbücher zu dem Thema gelesen und
  • etliche Aspekte in unserer tagtäglichen Beratungspraxis angewendet und integriert (Digital Strategy, Digital Leadership, Digital Collaboration, Agile Working Systems, Innovation Workshops…).

Und trotzdem – oder gerade deswegen – ist uns bewusst: Unser Nicht-Wissen überragt das Wissen um ein Vielfaches. Deshalb arbeiten wir in immer mehr Projekten mit Digitalisierungs-Expert/innen aus verschiedenen Bereichen zusammen und konzentrieren uns auf unsere Kernkompetenzen: Strategie, Organisation und Zusammenarbeit.

Die alte und neue Welt

Die Digitalisierung läutet ein neues Zeitalter ein – das vernetzte Zeitalter (vgl. z.B. Dirk Baecker). In diesem Zusammenhang haben wir in diesem LinkedIn Artikel und in der Wirtschafts- und Gesellschaftszeitung „Thema Vorarlberg“ zugegebenermaßen etwas provokant getitelt:

„Der alten Welt ist nicht bewusst, wie neu die neue Welt ist.“

Natürlich handelt es sich nur um ein dialektisches Gedankenmodell, welches helfen soll, Unterschiede klarer zu erkennen und diese in SINNvollen Lösungen zu integrieren.

Digitale Zukunft gestalten

Ebenfalls in Thema Vorarlberg durften wir unsere Sichtweise und Haltung zu Fragen der (digitalen) Zukunftsgestaltung etwas ausführlicher darlegen. Entstanden ist ein ganzseitiger Artikel, für den wir sehr viel positives Feedback erhalten haben. Die „Zehn Ansatzpunkte zur (digitalen) Zukunftsgestaltung auf Vorarlberger Art“ können online nachgelesen werden.

Lernen, lernen, lernen.

Digitalisierung ist ein Rahmenbegriff, der für diverse einzelne Technologien und Trends steht. Im Kern geht es um nichts Neues, nämlich „nur“ um Anpassung, Entwicklung und Lernen.

Allerdings können sich Dinge im vernetzten Zeitalter wesentlich rascher entwickeln – denn Technologie hat erstmals in der Menschheitsgeschichte das Potenzial, sich exponentiell zu entwickeln. Wir Menschen können allerdings nur linear denken und lernen.

Diesen Zusammenhang hat Frank Riemensperger von Accenture Germany in folgender Grafik dargestellt:

Wir müssen Digitalisierung und das, was damit verbunden sein wird, LERNEN – individuell und organisatorisch. Lernen im Kontext von Unternehmen braucht professionelle Führung, die einen Rahmen für einen kollektiven und individuellen Reifeentwicklungs- und Lernprozess schafft.

Fazit

Let’s learn to surf! It’ll be cool.

 

 

 

 

 

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