Innovationskultur der Höchstleister – Weicher Faktor mit harten Folgen.

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Vergangene Woche durfte ich anlässlich des VOL.at Forums zum Thema „Innovationsmanagement“ einen kurzen Input beitragen. Ich habe mir das Thema Innovationskultur ausgesucht, da es meines Erachtens einer der brennendsten und wichtigsten Aspekte in diesem Zusammenhang ist.

Hier die Folien zu meinem Vortrag:

Folgende Fragen wurden u.a. behandelt:

  • Welchen Einfluss hat die Organisationskultur auf den Erfolg von Innovationen?
  • Was ist (Innovations)Kultur überhaupt?
  • Kann man die (Innovations)Kultur beeinflussen? Wenn ja, wie?

Soviel vorab: Kultur ist vergleichbar mit dem Schatten einer Organisation. Entsprechend kann Kultur nicht direkt beeinflusst werden. Sehr wohl aber kann Kultur durch das tatsächliche Handeln (= Summe der Gewohnheiten) geprägt, entwickelt und verändert werden.

Unternehmen ganzheitlich entwickeln

Der Vortrag beinhaltete drei Kernaussagen (vgl. Folie 45):

  1. Unternehmen müssen als lebendige Organismen verstanden, geführt und entwickelt werden.
  2. Das Denkmodell blau-rot von Gerhard Wohland ist essenziell, um den Unterschied zwischen Stabilität und Dynamik zu verstehen (siehe hierzu Denkzettel als PDF Download). Dieses Denkmodell kann u.a. helfen, um im Kontext Innovation bessere Entscheidungen zu treffen.
  3. Um Unternehmen (und damit auch die Unternehmenskultur) ganzheitlich zu entwickeln, müssen zumindest fünf zentrale Felder betrachtet und bearbeitet werden.

Die dritte Fragestellung haben ich anhand unseres HGN Beratungsmodells erläutert:

2016-09-25_innovationskultur

 

Zu den einzelnen Dimensionen:

  • #Vision & Identität (Folie 37): Organisationen sind auf Dauer nur überlebensfähig, wenn der Sinn und Zweck immer wieder bewusst gemacht wird. Wir nennen das „Sinnarbeit“. Herausragende Innovationen entspringen immer einer inspirierenden Idee oder Vision.
  • #Führung & Strategie (Folie 38): Ein klarer und relevanter Sinnkern stellt die Grundlage für klare, konsequente Führungsarbeit dar (mit Kopf, Herz und Hand). Durch eine energiegeladene Strategie wird die Entwicklungs- und Innovationsfähigkeit des Unternehmens aufrecht erhalten. „Wir wollen das…“
  • #Management & Organisation (Folie 39): Das Umfeld von Organisationen wird immer komplexer, dynamischer, unberechenbarer. Die prozessuale und strukturelle Architektur von Unternehmen muss entsprechend gestaltet werden. Weg von der Pyramide, hin zu Kreisorganisationen und echten Teams.
  • #Zusammenarbeit (Folie 40): Unternehmen können für das relevante Marktumfeld nur dann einen Nutzen und echte WERTE schaffen, wenn die Zusammenarbeit gut gelingt. Innerhalb des Unternehmens und auch mit den relevanten Anspruchsgruppen (insbesondere Kunden, Partner, Lieferanten). Wer nicht kooperiert, der hat in einem modernen Unternehmen keinen Platz.
  • #Marketing (Folie 41): Dass erfolgreiche Unternehmen markt- und kundenorientiert geführt werden, ist nichts Neues. Angesichts der neuen Marktverhältnisse (Stichwort Globalisierung, Digitalisierung, eCommerce, Industrie 4.0 etc.) müssen Kommunikations-, Vermarktungs- und Vertriebskonzepte aber vielfach völlig neu gedacht werden. Es geht vor allem um gute Beziehungen zu den Anspruchsgruppen des Unternehmens und eine offene, neugierige Grundhaltung in der Erforschung der echten Kundenprobleme.

Kultur macht den Unterschied

Echte Innovation kann es nur geben, wenn Organisationen das bekannte Terrain verlassen und Risiken eingehen. Dies widerspricht in der Regel der gelebten Kultur, nämlich das, was das Unternehmen erfolgreich gemacht hat, zu wiederholen und zu verstärken.

Es liegt auf der Hand, dass etablierte Organisationskulturen durch bewusstes (Führungs)Handeln gestört werden müssen, um Innovationen hervor bringen zu können. Gleichzeitig müssen Unternehmen ihre Management- und Organisationskonzepte an die neuen Kontextbedingungen anpassen. Schlanker, transparenter, agiler.

Der tagtägliche Umgang mit dem zunehmend dynamischen und komplexen Umfeld wird für Unternehmen zur Überlebensfrage. Es muss selbstverständlich werden, dass Unternehmen eine neugierige Grundhaltung gegenüber Neuem entwickeln. Und gleichzeitig gilt es, nicht jedem Trend nachzulaufen und mit einer gewissen Gelassenheit darauf zu vertrauen, was man aus der Erfahrung heraus weiß.

Fazit: Die Innovationskultur der Höchstleister zeichnet sich durch Offenheit und durch Geschlossenheit gleichermaßen aus.

 

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