Hinschauen, verstehen, lernen.

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Diese Woche fiel in einem Meeting folgender Ausspruch (sinngemäß): „Menschen haben in der Vergangenheit immer wieder geglaubt, dass sie in Zeiten radikaler Änderungen leben. Doch rückblickend betrachtet war es Evolution, keine Revolution.“ Dazu sage ich: Das mag sein. Aber nun stimmt es tatsächlich. Wir leben in einer Zeit des disruptiven Wandels. Die „Vernetzte Gesellschaft“ wird schon bald Realität sein, ob wir dies wollen oder nicht.

Clay Shirkey ist in diesem Zusammenhang einer der brilliantesten (Vor)Denker. Er zeigt in Publikationen, Vorträgen und Projekten immer wieder auf, welche Mechanismen und Entwicklungen die „moderne Gesellschaft“ in ihren Grundfesten erschüttert. In diesem ca. 6-minütigen Video geht er auf neue Arbeits- und Organisationsformen (wie share economy, social business, enterprise 2.0…) ein, welche die Art unseres Denkens und Wirtschaftens revolutionieren wird. It’s worth watching!

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Wichtige Aspekte des Interviews:

  • Durch die informationelle Vernetzung haben Menschen die Möglichkeit, Informationen und Wissen fast ohne Grenzen zu teilen.
  • Am Beispiel von 3D-Druckern bedeutet dies, dass nicht die Entwicklung der Hardware die eigentlich spannende Sache ist, sondern vielmehr das kollaborative Lösen von Problemen.
  • Menschen sind heute in einer grundlegend anderen Art und Weise in der Lage, komplexe Probleme arbeitsteilig zu lösen. Klassische Organisationsmodelle und -strukturen werden hier teilweise obsolet.
  • Gleichzeitig gibt es eine große Bandbreite, wie Menschen zusammen arbeiten. Stabile Organisationsstrukturen werden in vielen Bereichen bestehen bleiben, diese werden aber ergänzt durch hoch-dynamische und hoch-adaptive Wertschöpfungsnetzwerke.
  • Ein Schlüsselsatz des Interviews lautet: „Abundance breaks more things than scarcity.“ (Fülle bewegt mehr Dinge als Knappheit.) Wirtschaftliche Prosperität wird über kurz oder lang wesentlich damit zusammen hängen, wie Menschen und Organisationen die Komplexität in der Welt nutzen können. Komplexität steht in diesem Zusammenhang für Vielfalt, Lebendigkeit und qualitatives Wachstum.

Fazit: Wir sollten kritisch und differenziert hinschauen, was in der Welt aktuell passiert. Dazu brauchen wir keine Zukunftsforscher oder Prognostiker. Wir müssen nur erkennen, welche Entwicklung bereits begonnen hat.

Je genauer und vorurteilsfreier wir hinschauen, umso besser werden wir verstehen. Und dies ist die Grundvoraussetzung für lustvolles Lernen und Entwickeln.

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