Führung auf Augenhöhe: Kann das funktionieren?

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Kürzlich durften wir Daniel Trebien von der Initiative „Augenhöhe – der Film“ im CAMPUS V in Dornbirn begrüßen. Es war ein inspirierender und für manche der über 35 interessierten Gäste sicher auch ein herausfordernder Abend. Warum?

Der Augenhöhe-Film zeigt alternative Wege der Unternehmensführung und -organisation: Selbstbestimmt, partizipativ und potenzialorientiert. Dabei haben die Ausführungen von Daniel ganz klar gezeigt: Eine Blaupause zur Unternehmenstransformation im Sinne von „Zusammenarbeit auf Augenhöhe“ gibt es nicht. Die im Film dokumentierten Beispiele gehen teilweise sogar sehr unterschiedlich das Thema heran.

Augenhöhe: Prinzipien & Aspekte.

Was aber zeichnet nun diese „neue Form der Unternehmensführung und -organisation“ aus? Was waren Aspekte, die in der Präsentation und der anschließenden Diskussion heraus geschält wurden?

  • Warum und wozu? Die Beschäftigung mit der Frage, wie Zusammenarbeit und Unternehmensführung gelingen können, ist kein Selbstzweck. Durch die Veränderungen des wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und technologischen Umfeldes von Unternehmen stoßen die bisherigen Organisationsmodelle immer mehr an ihre Grenzen. Transformation und Entwicklung wird für die meisten Unternehmen eine Überlebensfrage sein.
  • Neue Führung: Die Haltung, mit der Führung verstanden und praktiziert wird, ist ein Schlüssel zum Erfolg. Wertschätzung, Potenzialorientierung, Transparenz aber auch Klarheit sind in diesem Zusammenhang wichtige Aspekte. Und vor allem: Jene Menschen, die in Organisationen Führung übernehmen wollen oder sollen, müssen in erster Linie bei sich selbst beginnen.
  • Selbstorganisation und Vertrauen: Organisationen müssen in Zukunft rasch und effektiv auf komplexe Veränderungen im Umfeld reagieren können. Ein hohes Maß an Selbstorganisation ist dabei unabdingbar. Denn sonst wird die Anpassungs-, Lern- und Entwicklungsfähigkeit des Unternehmens durch die (hierarchisch agierenden) Führungskräfte limitiert. Jedoch benötigt selbstverantwortliches und unternehmerisches Handeln klare Spielregeln und eine Kultur des offenen, konstruktiven Miteinanders.
  • Widersprüche und Unterschiede: Lebendige Organisationen sind vielfältig, bunt und teilweise auch widersprüchlich. Damit unterscheiden sie sich grundlegend von den linearen und starren Organisationsformen, wie sie in den allermeisten Unternehmen nach wie vor praktiziert werden. Die offene Auseinandersetzung mit Vielfalt und Widersprüchen kann zeitweise recht anstrengend sein. Aber dieser Weg ist alternativlos.
  • Lernen beim Gehen: Es gibt kein Patentrezept, wie sich Organisationen für die Zukunft erfolgreich aufstellen können. Sehr wohl aber sind die Prinzipien klar, die gelingende Zusammenarbeit jetzt und in Zukunft ausmachen werden. Es gilt, in diesen Raum vorzustoßen, sich intensiv mit den relevanten Fragen zu beschäftigen und mutig neue Wege zu gehen. Nur so kann ein Lernprozess angestoßen werden, wie Organisation im 21. Jahrhundert erfolgreich und im Sinne der Menschen funktionieren kann. Denn wirtschaftlicher Erfolg und sinnerfüllte Arbeit sind kein Widerspruch, sondern sie bedingen sich gegenseitig!

Eindrücke und weitere Veranstaltungen

Wir bedanken uns herzlich für das große Interesse und die anregenden Gespräche.

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