Eckpfeiler eines Projektmanagement 2.0

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Wie kann Zusammenarbeit im 21. Jahrhundert gelingen? Wie können Unternehmen erfolgreich sein und sich permanent an die neuen Gegebenheiten anpassen? Wie bleiben Organisationen lebendig?

Das sind 3 Fragen, mit denen wir uns in unserer Veranstaltungsreihe „Zu Gast bei Hagen Management“ beschäftigen wollen. Bei der kommenden Veranstaltung (22.04.2015, 18:00 Uhr im CAMPUS V Coworking) werden wir uns dem Thema Projektmanagement 2.0 widmen.

Mit dieser Begriffswahl wollen wir die Entwicklung von Projektmanagement (PM) im Kontext des omnipräsenten Begriff der Digitalisierung symbolisieren und somit Bewusstsein schaffen, dass sich die Unternehmen an sich permanent ändernde Gegebenheiten anpassen müssen.

 

Was macht PM 2.0 aus?

Unserer Vorstellung nach sind folgende 3 Eckpfeiler die Basis für ein erfolgreiches Projektmanagement im heutigen unternehmerischen Kontext:

1. Ein verändertes Kommunikationsverhalten

Ähnlich wie bei der Entwicklung vom Web 1.0 zum heute weit verbreiteten Gedanke des Web 2.0 setzt auch die neue PM-Denke auf das Mitmachen aller Beteiligter. Neue Strukturen und Kommunikationsroutinen innerhalb von Projekten spielen dabei eine wichtige Rolle. Die Anzahl der E-Mails soll möglichst gering gehalten werden, da diese oft als Zeit-Killer wahrgenommen werden und dazu beitragen, dass Wissen (über das Projekt) gekapselt wird und nur eingeschränkt zugänglich ist. (Technisch) Offene Systeme helfen dem gegenzusteuern, beispielsweise durch Wiki-Technologien zur Informations- und Wissensablage oder Messenger für kurze Abstimmungen in Projekt-Teams. Dahinter versteckt sich eine Veränderung der gelebten Kultur in Projekten. Begriffen wie Augenhöhe oder flache Hierarchien bekommen hier eine sehr große Bedeutung beigemessen.

2. Agiles Vorgehen

Durch eine detailgenaue Planung am Beginn eines Projektes fühlen sich viele Projektmanager sicher, dass das Projekt planmäßig und zu Ende geführt werden kann. Gebhard Borck traf den Nagel bei seiner Keynote am PM Camp in Dornbirn im vergangenen November aber auf den Kopf, als er sagte: „…und dann kam das Leben„. Eine zu genaue Planung ersetzt häufig lediglich Zufall durch Irrtum, denn der geplante Ablauf wird ohnehin nicht eingehalten werden können. Ein grober Rahmenplan, der dann flexibel und in iterativen Schritten mit Inhalten gefüllt wird, erscheint als das passendere Vorgehen.

Die Anwendung agiler Prinzipien und Werte führt allerdings nicht zu ungeplantem, wahllosem Vorgehen. Das genaue Gegenteil ist der Fall. Agilität erfordert umso mehr Disziplin, indem der Fokus auf offene Kommunikation, kontinuierliches Lernen und das Schaffen konkreter Werte gelegt wird.

3. Nutzen neuer Technologien

Durch intensiven Einsatz neuer Technologien kann Kommunikation auch ohne physische Anwesenheit vonstattengehen. Sie ermöglichen es außerdem Wissen zentral und für alle zugänglich zu machen und helfen somit alle Projektbeteiligten auf dem aktuellen Stand zu halten. Persönliche Meetings können somit oft zumindest verkürzt werden oder einen anderen Schwerpunkt und Charakter bekommen. Projektmanager werden entlastet, da sie durch den Einsatz entsprechender Technologien automatisch Transparenz schaffen und sie davon profitieren können, dass alle Beteiligten jederzeit über den neuesten Informationsstand verfügen.

 

Fazit

Neben den lange bewährten Methoden des klassischen PM liefert der weiterentwickelte Ansatz eine sinnvolle Ergänzung durch die beschriebenen Eckpfeiler. Mit der entstehenden Transparenz kann das Konfliktrisiko reduziert werden, da Entscheidungen nachvollziehbar werden. Somit kann das gesamte Projektteam von einer Neuorientierung im Projektmanagement profitieren.

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